Bericht: Der gemeine Bericht vom Brombachsee! (von Hardy Kleinefeld)
Ja – eigentlich dürfte ich diesen Bericht gar nicht schreiben, denn er macht allen Daheimgebliebenen gehörig die Nase lang und ihr stellt euch die Frage „ warum mache ich sowas Tolles eigentlich nicht?“
Klar, es lagen für eine Fahrt 530 km vor uns – und das für 2 Tage segeln. Aber wie sagt mein Vorschoter Jörg immer. Manchmal muss man einfach nur machen! Nicht immer nach dem Sinn fragen und warum es vielleicht nicht gehen könnte, sonst wird der Alltag zu einem elenden Trott. Wir haben also einfach gemacht und ich kann euch sagen, es war ein super Wochenende.
Freitag um 17 Uhr in Haltern am See los und zur Mitternachtsstunde am Clubhaus. Kein Problem, denn es schien keiner ins Bett gehen zu wollen bevor nicht alle da sind. Ein herzliches Halloooh ! und schön dass ihr da seid. Kommt, nehmt erst einmal ein „Absackerbier“. Schön, nicht mitten in der Nacht irgendwo in der Fremde allein zu stehen. 1 Stunde später lehrten sich dann doch die Barhocker. Wir waren aber auch jetzt müde genug und um 8 Uhr stand ja auch schon ein sehr netter Hafenmeister für uns bereit. Frühstücken konnten wir auch gemeinsam im Schankraum eines genialen Clubhauses. Danach gemeinsames Kranen und schon hier war erkennbar – alle Crews sind eingespielt. Als letztes Gespann kam Christian Rieckborn „direkt vom Flughafen“ zum See und legte einen waren Rekord im Aufriggen hin. Der Urlaub muss erholsam gewesen sein. Was wir um Mitternacht nicht sehen konnten, wir standen vor einem traumhaften Segelrevier was Reviergröße und Landschaft anbelangt. Meine Güte ist das schön und dann sind auch noch 3 – 4 BFT gemeldet.![]() |
| Foto: Manfred E. Fritsche |
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| Foto: Manfred E. Fritsche |
Ein toller „Beschleuniger“ für die Jahreshauptversammlung, denn dann verzettelt man sich nicht bei den Themen und konzentriert sich auf das Wesentliche. So geschehen und dann saßen wir um 19.30, wie vereinbart, bei Schäufele mit Knödeln etc. gemeinsam am Tisch in der Abendsonne. Hier muss ich ein besonderes Lob an Jürgen Buchard und die Gastronomie des Clubs aussprechen. Man spürte ihr Bemühen uns als gerngesehene Gäste zu umsorgen. Nach dem anstrengenden Wasserprogramm eine Wohltat von Atmosphäre. Da war klar – dieses Wochenende kann nicht mehr schief gehen.Am Sonntagmorgen begrüßte uns ein spiegelglatter See und die Wettermeldung - sonnig mit Windstärke 1. Sollen wir denn überhaupt noch starten, kam die Frage? Aber eigentlich war allen klar dass man bei dem Revier und den Rahmenbedingungen nicht nach einem Tag Schluss machen konnte. Wir versuchten es also ( mit der Begeisterung für das Revier ), wenn es eigentlich auch nicht ganz reell war. Manchmal muss man halt einfach machen! Zumal die Platzierung ja auch noch Spannung versprach. Uns gelang ein traumhafter Start und hatten gleichzeitig Konkurrent Daniel im Griff und abgehängt. In Führung liegend und wieder auf den Windeinsatz von links spekulierend legte ich um und fuhr links. Ich fuhr Links, links ich fuhr ganz allein links …….
Und rechts da fuhr das ganze Feld vorbei. Denn diesmal ging es nur über rechts. Auf wieder spiegelglattem Wasser hatten wir hinreichend Zeit uns das Feld mal von Weitem zu betrachten. Dies würde wohl unser Streicher werden und ich hab keine Ahnung warum ich dieses Mal nicht geflucht habe. Zu offensichtlich war wohl, dass es heute ein Glücksspiel war und so funktionierten wir den Tag in „Blauwassersegeln“ um. Der Abstand war selbst mit viel Glück nicht mehr einholbar. ![]() |
| Foto: Manfred E. Fritsche |
Unsere Crew hat, zuhause angekommen (trotz ca. 1100 km Autofahrt) sofort entschieden – da fahren wir wieder hin. Manchmal muss man halt einfach machen sonst frisst einen das Sofa noch auf.
Gruß von der GER 1181
Hardy
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